Kleinpostwitz

Kleinpostwitz welches durch und durch landwirtschaftlich geprägt ist, liegt versteckt in einem Taleinschnitt am Butterwasser, südlich von Großpostwitz und östlich von Wilthen. Hier findet man sich unversehens in ruhiger, ländlicher Umgebung wieder. In dem Ort stehen nette neue und ältere Häuser, darunter zwei denkmalgeschützte, ein Umgebindehaus von 1898 und ein Fachwerkhaus von 1855.

 

Schon 1434 wurde der Ort genannt, als sich ein Einwohner vor dem Stadtgericht in Bautzen verantworten musste. Damals hieß das Dorf allerdings noch Basslewicz. Trotz der Ähnlichkeit mit dem Namen des benachbarten Großpostwitz hat dieser Name nichts mit dem des Nachbarortes zu tun. Im Laufe des 16. Jahrhunderts ist vom Kleinen Boslawitz die Rede. 1719 tauchte zum ersten Mal die Namensform Kleinpostwitz auf. Seit 1681 gab es eine Mühle, mit der das Privileg zum Branntwein-Brennen verbunden war. Eingepfarrt war das Dorf nach Schirgiswalde. Von dort löste es sich und wendete sich nach Wilthen, als in dem böhmisch gebliebenen Ort nach 1620 die Gegenreformation durchgesetzt wurde. 1934 wurde Kleinpostwitz mit seinen 102 Einwohnern nach Kirschau eingemeindet. Eine starke Entwicklung blieb dem Ort, in welchem neben der Landwirtschaft etwas Hausweberei betrieben wurde, versagt.